Zu früh für den Himmel…

5. Dezember 2008

Lieber Blog-Leser,

heute melde ich mich mit einem doch recht ernsten Thema. Ganz knapp bin ich heute bei der Heimfahrt von der Arbeit nur durch Vorsicht einem über eine rote Ampel fahrenden LKW entkommen. Um 18:18 Uhr und 49 Sekunden sendete mein Auto das letzte GPS-Signal vor der Beinahe-Kollision. Das war kurz vor dem Verlassen der Autobahn und damit auch kurz vor der Kreuzung:

Letztes GPS-Signal

Wenige 100m weiter kam dann die Kreuzung, bei der die Autobahnabfahrt auf die Bundesstraße führt. Duch Ampeln wird diese Kreuzung gesichert.

Beinahe-Unfall

Ich kam im Bild von Links (grün), der LKW von oben (rot). Interessanterweise stand vor der roten Ampel noch einPKW (gelb), der einen fantastischen Blick auf das Schauspiel haben musste (diese Straße hat zwei Spuren in eine Richtung). Die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf der Bundesstraße beträgt 70 km/h, also kann dort selbst unter Beachtung der Höchstgeschwindigkeit ein LKW beim Auftreffen auf die Fahrerseite (weil von links kommend) durchaus eine deutliche Wirkung hinterlassen.

Da ich selbst an dieser Kreuzung schon mehrfach Aufräumarbeiten nach offensichtlich schlimmen Unfällen gesehen habe, bremse ich seitdem auch bei für mich grünem Ampelsymbol ab und schaue ähnlich wie beim Beachten der Vorfahrt in die Kreuzung rein. Ich hatte immer ein Gefühl von Paranoia, wenn ich das bislang tat. Heute hat es mir das Leben gerettet! Ich hatte “Grün” und der LKW “Rot”. Daher stand auch der PKW (gelber Strich) wartend vor der roten Ampel.  Der Fahrer des LKW hat die Ampel offenbar nicht erkannt und schoss mit etwa 80 km/h über die Kreuzung.

Mehr automatisch erkannte ich beim üblichen Schauen nach links, dass nach vielleicht hundertmal nichts nun Gefahr heranraste. Der beherzte Tritt auf die Bremse, um das Auto endgültig zum Stehen zu bringen und der gleichzeitige Griff zum Fernlicht (warum auch immer, aber es war bereits dunkel) kamen mehr aus dem Reflex als aus bewussten Gedanken.

Der LKW zug an meiner Kühlerhaube vorbei, ich merkte durch die Nähe den Windzug. Das war knapp! Der LKW verschwand genau so schnell, wie er aufgetaucht war. Ob der Fahrer etwas bemerkt hat? Aber sicher doch. Wenn er nur irgendetwas gesehen hat, war ihm ebenso wie mir aufgefallen, dass das ganz schön knapp war.

Erst als ich in meine Straße einbog, wurde mir endgültig klar, dass das ziemlich leicht hätte anders ausgehen können. Ob ich Wut gegenüber dem LKW-Fahrer verspüre? Nein, irgendwie gar nicht. Vielmehr ärgert mich mittlerweile (gut zwei Stunden später auf der Couch sitzend), dass dies nicht der erste Unfall auf der selben Kreuzung mit den gleichen Ursachen gewesen wäre. Die Stadt hätte durchaus vorher die Möglichkeit gehabt, eine weitere Ampel tiefer an den Ampelmast zu hängen, so dass diese frühzeitiger sichtbar wäre.

Später kommen einem dann die Was-wäre-wenn-Gedanken. Hab ich mir in meinem Leben ausreichende Auszeit gegönnt? Habe ich alles gemacht, was mir Spaß macht? Habe ich genug an meine Familie und mich gedacht? Doch ich vermisse tatsächlich nichts. Keine Paniktaten, weil es so knapp war, keine Änderungen in meiner Lebensweise und auch keine Änderungswünsche in meinem Beruf.  Derzeit ist einfach alles ok, ich vermisse nichts. Insofern hat dieser Vorfall eben nicht alles bei mir geändert, es war bereits alles ok.

Man weiß nie was kommt, also fahrt vorsichtig und achtet auch auf Fehler anderer.

Rolf

Mac Gyver des Jahres 2008

30. September 2008

MacGyver-Diplom

Lieber Blog,

heute wurde mir ganz unerwartet das Mac Gyver Diplom des Jahres 2008 verliehen. Ist das nicht der Hammer? Vielen Dank an die Verleiher des Diploms und alle, die sich noch angesprochen fühlen. Ich werde das Diplom in Ehren halten, Hand drauf!

Rolf

Eine Nacht im Hotel

26. August 2008


 

Gestern musste ich beruflich im Hotel übernachten. Also suchte ich mir eins irgendwo in Deutschland und tat das, was ich sollte: Übernachten. Es erinnert mich ein bisschen an den Film Nachts im Museum, aber alles der Reihe nach.

 

Als ich gestern Abend mein Auto auf dem Schotterplatz gegenüber dem in einer dunklen Seitenstraße gelegenen kleinen Hotel abstellte, merkte ich, wie ich mich innerlich von diesem verabschiedete. Ich schaute noch mal auf die Rundungen und strich im vorbeigehen noch mal über den Koflügel. Ob ich ahnte, was werden sollte? Sicherlich nicht.

 

Im Hotel angekommen, sah ich einige junge doch verdammt kräftige Männer Karten spielen. Ohne Anabolika geht das nicht, damit meine ich freilich nicht das Kartenspielen. Was solls, ich will ja nur ein Zimmer, egal wie klein, einen Fernseher, vielleicht ne Flasche Bier und ein Bett. Da bin ich eigentlich nicht so wählerisch.

 

Der Hotelmeister gab mir auf Anfrage gleich eine Flasche Bier mit und beriet mich auch in den verschiedenen Sorten. Ich hätte eigentlich ganz gern bei der Frage, was es denn sein solle, gesagt, dass das Bier möglichst nah an Kölsch sein sollte, aber hier in der Prärie sollte ich mich mit solchen städtischen Äußerungen wohl lieber zurückhalten.

 

Dass mir die Flasche Bier tatsächlich eine gute Einschlafhilfe wurde, sollte ich kurz darauf deutlich erkennen. Bislang bin ich noch nicht vor die Türe getreten, aber ich denke, man ist gerade dabei, die vielen Blutlachen zu beseitigen, die offensichtlich von den in der Nacht ermordeten Personen stammen müssen. Immerhin habe ich das alles gehört. Ich schätze, dass mindestens drei Personen getötet, eine Armee von Leuten mindestens verletzt ist und dass mein Auto noch da steht – ja nee ist klar. Es fing so um etwas 23:30 Uhr an. Schreie, Reifenquietschen und viel mehr. Mich würde es nicht wundern, wenn die halbe Stadt in Schutt und Asche gelegt wäre. Herzrasen bekam ich dann, als ich Schritte hörte, die in den 1. Stock unterwegs waren. Ich rechnete damit, dass jemand durch die Türe schießen würde und hatte mir vorsorglich mal überlegt, wo ich mich am besten verkriechen könnte. Die Dusche schien mir ausreichend kugelsicher, immerhin musste der Revolverheld dann auch die bis dahin verschlossene Badezimmertüre aufschießen. Über diese Überlegungen muss ich wohl tatsächlich eingeschlafen sein, der Wächter des Hotels hat das wohl mit dem Bier geschickt eingefädelt.

 

Ich freue mich jedenfalls sehr auf das Frühstück, muss doch der Hotelbetreiber gleichlaufend auch Bäcker sein. Zumindest kenne ich keinen Grund, warum um 5:30 Uhr morgens hier so ein Halligalli veranstaltet wird, dass mein erster Gedanke beim Aufwachen ist, dass ich mich irgendwie unterm Bett vor weiteren Erdbeben in Sicherheit bringen will. Allerdings wurde es langsam etwas heller und auch Schreie oder splitterndes Glas war nicht mehr zu hören, ein idyllischer Morgen also.

 

Also sprang ich wohlgelaunt unter die Dusche. Naja, springen ist übertrieben, das geht bei der Enge gar nicht. Aus dem Duschschlauch hätte ebenso alter Wein fließen müssen, wie die Dusche selbst alt ist. Aber solch einen alten Wein könnte ich mir nie leisten. Also begnügte ich mich mit dem mindestens ebenso altem Wasser.

 

Die Miniaturisierung der Fön-Geräte heute ist ja wahnsinnig fortgeschritten. Zumindest scheint dieser dem Bad angepasst zu sein. Leider konnte man hier mehr einem Monchichi die Haare machen als auf einem unausgeschlafenem Kopf die nassen Haare zu bändigen.

Insgesamt war es aber ein schönes Erlebnis. Ich verspreche, mich niemals wieder über Hotels zu beschweren und freue mich aber gleichzeitig auch auf die superfrischen Brötchen. Na, vielleicht ruft mir der nette Herr ja auch noch ein Taxi und die Polizei wegen dem Auto. Wenn ich großes Glück habe, steht der Wagen ja sogar noch da und ich muss ihn nur von den Blutspritzern der Nacht befreien.

 

Also dann,

auf zur Arbeit…

 

 

Ein neues Hobby: Ich

9. Juli 2008

Nein nein, hier geht es nicht um die Stärkung meines egoistischen Daseins. Vor lauter Arbeit, Hobbys und anderen Dingen habe ich irgendwie völlig vergessen, dass ich selbst auch noch ein Leben habe.Vor lauter Arbeit, Sciroccoforum planen und updaten, bei Installation von VoIPonCD helfen, beinahe Rasen mähen (da kam der Nachbar zuvor, vielen Dank nochmal!), Veedelsradio moderieren und programmieren oder auch ein weiteres Buch schreiben, was ich ja alles prinzipiell alles sehr gern mache, habe ich irgendwie vergesse, mal komplett abzuschalten.

 No time left – press Start to play again.

So steht es am Ende von so manch (altem) Spiel. Und wie ist das mit dem Leben? Da kann man nicht einfach mal auf Play drücken und alles fängt von vorn an. Midlife crisis? Weit gefehlt. Erkenntnis ist da doch der bessere Ausdruck. Irgendjemand (sorry, wenn das ein zu Bekannter war) sagte mal:

Nimm Dir täglich eine Stunde Zeit zum Meditieren. Wenn Du dafür keine Zeit hast, nimm Dir zwei Stunden Zeit.

Dem ist wohl nichts hinzuzufügen. Und ich habe mal in mich oder vielmehr auf die Waage meines Vertrauens geschaut und gesehen: Ich bin zu fett. Also nehme ich mir morgens ne halbe Stunde Zeit für’s Joggen. Unglaublich, der RoWi rennt um den Wald, aber so ist es. Beweise? Hier oder auch hier.  Und ich habe auch schon rund 5 KIlo abgenommen. Laufen soll da wohl garnicht so schlecht für sein und ich kann das bestätigen. Nun habe ich auch das Glück, dass ich gleich im Wald wohne, so dass ich hier quasi ein Joggerparadies vorfinde (aber morgens keinen einzigen Menschen im Wald!). Das Joggen kostet mich wirklich nur die halbe Stunde, die ich laufe, denn das Programm habe ich zeitoptimiert nach Aufstehen, Kaffee machen und Duschen eingefügt, so dass sich mein Tagesablauf nichtmal sehr verlängert. Und das Beste: Ich bin ja eigentlich ein notorischer Langschläfer. Durch den Sport stehe ich morgens viel entspannter auf und habe die Zeit wieder drin, sozusagen. Also Null Verlust und als positiven Effekt einen Waschbrettbauch und … naja, so weit sind wir noch nicht. Durch das Laufen kann ich wunderbar abschalten, das ist wie meditieren. Wobei ich eigentlich nicht viel nachdenke, wenn ich laufe. Da ist dann irgendwann nur noch der Wald, die Luft und mein Gekeuche, denn ich will auch nicht verschweigen, dass ich da nicht gleich durch Wald tanze, das ist schon ein wenig mit Puste verbunden. Aber nicht übertreiben, ich will ja keinen Herzkaspar im Wald erleiden.

Also kann ich Dir nur raten, falls Du es noch nicht probiert hast: Renn’ durch den Wald, aber nicht zu schnell, sondern so, dass es Spass macht und Du wirst eine wunderbare Verwandlung in Dir feststellen. Naja, nächste Woche berichte ich mal, ob ich es durchhalte…

So, ab zur Arbeit, ich bin schon wieder sch*** spät dran…

Rolf

Blog für den Königsrocco

27. Juni 2008

Tja, viel zu schreiben habe ich ja nicht. Da schreibt mein Auto ja noch mehr, vielleicht das ja auch mal einen Blick wert :) .

Mein Blog…

8. Februar 2008

Sido hat eins, jeder hat eins und RoWi hat sich lange taub gestellt. Na gut, seitdem man die Blogs nicht mehr mit HTML-Code füttern muss, kann man sich mehr auf die Gedanken als auf den Code konzentrieren. Ich bin mal gespannt, wie das Ding hier klappt. Die Einrichtung ar innerhalb von 0,32 Sekunden abgeschlossen, so schnell hab ich nichtmal den Header im HTML geschrieben…