Auch wenn es schon fast einen Monat her ist, möchte ich nochmal auf den Blog von Peter, meinem Schwager, hinweisen (http://reimerp.blogspot.de/). Er flog vom Raum Boston über Kanada, Grönland, Island und Schottland nach Deutschland. Das letzte Stück von Schottland bis Deutschland habe ich ihn begleitet.
Atlantiküberquerung mit der Mooney
24. April 2012OpenStreetMap – Die Navikarte selbst in der Hand
20. November 2011Heute habe ich mich wieder darüber geärgert, dass meine Karte im Navi nicht aktuell war. Naja, vertausche bei dem Wort “Navi” mal die Buchstaben und Du erhältst das Wort “Naiv”. So ist es halt, ich muss dann wohl auf die nächste Kartengeneration warten. Aber halt! Ich nutze doch die 1,59€-App namens Skobbler Navi 2, die OpenStreetMap-Daten nutzt. Da geht doch bestimmt was. Also habe ich für den mich interessierenden Bereich auf dem Computer mal die OpenStreetMap-Site aufgerufen, den Edit-Knopf gedrückt und (nach kurzer Anmeldung) die Karte halt korrigiert, so wie sie sein soll. Kann das denn tatsächlich so einfach sein? Ja, es kann! Ich konnte es nicht glauben, dass ich so einfach eine Karte aktualisieren kann und ging in den Chat von OSM (Kurzform von OpenStreetMap). Dort wurde mir freundlich bestätigt, dass genau das das Ziel sei: Jeder kann ändern und wenn er etwas falsch macht, dann wird der Nächste dann schon drüber stolpern. So funktioniert es auch seit gut 10 Jahren in meinen Wikis, der Großteil der User möchte tatsächlich konstruktiv beitragen und macht nichts kaputt. Das ist der Spirit von OSM. Nun freue ich mich über jederzeit aktualisierbare Karten und werde, falls mir wieder was auffällt, was zu korrigieren ist, den OSM-Editor JOSM nutzen, der recht intuitiv erlernbar ist und in einer Viertelstunde schöne Ergebnisse zaubert. Nicht zuletzt wird auch X-Plane in Version 10 auf OSM-Daten zurückgreifen – nicht auszudenken, wenn ich dann über falsche Straßenführungen fliegen würde
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Oshkosh 2011
20. Juli 2011
Nach langer Vorfreude, nicht nur wegen Oshkosh, sondern auch wegen unseren Verwandten in Boston ging es dann endlich los. Ab in den Zug nach Frankfurt (oder sollte ich EDDF schreiben?) und AIRail Check-In. Na, das ging ja locker. Und nun alles Metallische aus den Taschen, iPad aus dem Rucksack raus und einmal Röntgen, bitte. Befunde können dann direkt an den Hausarzt gefaxt werden
. Von wegen. Das, was bei der Sicherheitskontrolle in den USA sehr sehr ernst gehandhabt wird, ist hier in Frankfurt heute völlig locker. Ups, hab ich doch meinen Gürtel vergessen auszuziehen. Passiert mir sonst nicht. Natürlich piept das Eingangstor der Sicherheitsschleuse. Also schnell zum Bodycheck: Darf ich fliegen? Habe ich was zu verbergen? Der Sicherheitsmann hat heute nen Clown gefrühstückt: Wurden Sie heute schon gecheckt? Nein, heute nicht, aber zuletzt etwa vor 3 Monaten. Gut, dann wissen Sie ja noch wie das geht – und drückt mir den Sensomaster in die Hand. Gut, dann andersherum. Ich leuchte ihn ab und er fällt prompt durch: Das Ding piept. Ok, nun ist er dran, scannt mich ab, aber ich bin clean. Sag ich doch. Zu guter letzt gibt es noch eine Nackenmassage von ihm, was ein Service. Den gibt es nicht mal auf Meilen…
Am Donnerstag ging es dann endlich vom Flugplatz KLWM aus nach KOSH los. Die Mooney schön geputzt, Öl nachgefüllt, aufgetankt, Zelt und Bier engepackt, Pre-check also ok
.
Unsere Route hatten
wir von KLWM (Lawrence Airport bei Boston) über KIAG (Niagarafälle) nach KOSH (Oshkosh, Wisconsin) geplant. Es ging quasi vom Osten der USA in Richtung Westen, teilweise über Kanada. Zum Glück hatten wir einen IFR-Plan aufgegeben, so dass uns die teilweise dicken Wolken auf dem Weg nicht störten. Damit konnte ich auch mal sehen, wie nützlich ein IFR-Schein sein kann, denn der halbe Weg war IMC (also so, dass man nicht nach Sicht fliegen konnte).
Voll
kreise über den Niagarafällen wurden problemlos in 3000 Fuß genehmigt. Laut Plan sollten wir Rechtskreise drehen, dem Controller war das aber ziemlich egal. Als Deutsche hatten wir uns aber natürlich daran gehalten
.
Der Einflug nach Oshkosh zum Airventure 2011 war ziemlich spektakulär. 1800 ft (Fuß) Soll-Höhe, aber auf 1800 ft war auch die Wolkenuntergrenze. Gepaart mit diesiger Sicht und vielen Flugzeugen aus allen Richtungen mussten wir schon sehr viel nach draußen sehen…
Üblicherweise geht die Route über Punkt RIPON über FISK nach KOSH. Am Punkt RIPON trifft sich alles (fast im wahrsten Sinne des Wortes) und ordnet sich bis FISK ein (mehr oder weniger). Während wir exakt über den Bahngleisen mit exakt 90 kn auf exakt 1800 ft flogen, meinten viele andere offenbar, dass Toleranzen bis 50% durchaus noch vertretbar seien.
Die Controller i
n FISK (mit Handfunkgerät und Fernglas) schickten uns immer und immer wieder in die Warteschleife über dem See, bis wir endlich durchgelassen wurden. Mooney, rock your wings. Good rock. You are cleard to Oshkosh, have fun! So tönte es aus dem Funk. Endlich durch! Die Landung in KOSH war jedoch ebenso wie ein einfliegender Bienenschwarm. Drei Flieger auf einer Piste gleichzeitig auf verschiedenen Stellen zu landen war auch etwas Neues für mich, zumal wir vom “Green dot” schnell noch zum “Orange dot” verschoben wurden, weil unser Vordermann meinte, doch etwas früher aufzusetzen als erwartet. Aber die Mooney hat das locker mit sich machen lassen.
Nach dem obligatorischen Kuss des heiligen Bodens (schmeckt der etwa nach AVGAS?) konnten wir sagen: Wir sind da!
Standesgemäß zelteten wir direkt neben der Piste. Das brachte uns den Vorteil, dass wir morgens um 7 Uhr mit sanften 130 dB aus den startenden Warbirds geweckt wurden. Warum auch immer waren wir schon nach dem zweiten Warbird hellwach – keine Spur mehr von Müdigkeit. Aber es war ok, war es doch genau der Geruch von AVGAS 100LL, nach dem der Rasen roch und die 130 dB der Flugzeuge, die bis ins Mark gingen.
Oshkosh selbst ist eine Attraktion, die seinesgleichen sucht. Natürlich erwartet man das auch von der weltgrößten Flugshow. Hier trifft sich wirklich alles, was Rang und Namen hat. Vom Ultraleicht-Flieger bis zum Harrier oder auch dem Dreamliner Boeing 787, alles ist vertreten.
Insgesamt kamen die Flugshows nicht zu kurz. Alles, wovor mich mein Fluglehrer gewarnt hat, wurde hier demonstriert: Flachtrudeln, Flugzeuge, die wie Papier in der Luft herumwirbeln, Rückenflüge, Rückwärtsflüge (!), Fluglagen und Aktionen, die physikalisch unmöglich scheinen, wurden hier präsentiert.
Man sollte meinen, dass bei einer soclehn Show viel passieren würde. Mir sind aber nur wenige Unfälle bekannt, die allesamt glimpflich und für die Piloten gut ausgingen. Spektakulär war da sicher noch die F16, die mit zu viel Schwung auf der Piste landete und dann mit dem Ende der Piste nicht so recht klar kam. Zuletzt brach das Bugrad, als sie in die Wiese eintauchte. Leider wurde dabei die Nase der F16 schwer angegriffen – das wird teuer… Der Pilot sprang offenbar unverletzt, aber dennoch frustriert aus der Maschine.
Sehr schön waren auch die weniger spektakulären Shows, wie die EAA-Schrift am Himmel oder der Segler mit Jetantrieb, bei dem auch die passende Musik gespielt wurde. Sowas muss man einfach miterleben, es lässt sich mit Worken nicht wirklich ausdrücken. Spannung, Action und dann wieder diese Ruhe und Besinnung, Oshkosh vereint einfach alles.
Zurück ging es dann Samstag nicht mehr tief und schnell sondern eher ziemlich hoch. 13500ft über MSL ist nicht ganz meine Lieblingshöhe, ob ich mir das eingebildet hatte, weiß ich nicht, aber wirklich wohl war mir in der Höhe dann doch nicht mehr, weshalb wir dann irgendwann wieder auf rund 10000 ft runtergingen.
In einem Blog kann ich garnicht so recht festhalten, wie ich Oshkosh erlebt habe, es war aber sicherlich ein einmaliges Erlebnis, mit einer Echo-Maschine in Oshkosh einzufliegen, das berühmte “Rock your wings” zu hören (senden durfte man auf dem Funk wegen der vielen Flieger nicht!) und dann in KOSH einzuschweben. Wiederholungsgefahr? Absolut gegeben, lediglich die Möglichkeit muss sich bieten…
Internet2 – oder: Mit IPv6 das Netz neu erleben
28. September 2010Das Internet – kennen wir alle. Ist nichts Neues, werden viele sagen. Aber das Internet ist vielen nur als “Surfbrett” bekannt oder vielleicht noch gerade das Ding wo die Mails durchflutschen. Jene, die sich auch mal in die “Eingabeaufforderung” begeben, also die Maus mal für einen kurzen Moment nicht schubsen, die vielleicht sogar mal einen Ping auf wasauchimmer gemacht haben, können sich vielleicht etwas unter dem Begriff “IP-Adresse” vorstellen. Da elektronische Geräte, dazu gehören auch Computer, nur Zahlen verstehen, also mal einfach ausgedrückt, hilft es sehr, wenn dieser statt http://www.rowi.net eine Zahl wie 88.198.44.49 bekommt. Bei den meisten Menschen ist es genau anders herum, daher versteht man sich auch hin und wieder mit den stromdurchflossenen Geräten nicht so ganz. Das lässt aber nicht den Schluss zu, dass alle, die man nicht versteht, gleich stromdurchflossen sein müssen
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Gut, haben wir also die Zahlen. Eine Zahl kann man zählen und IP-Adressen wie 88.198.44.49 auch. Und was man zählen kann, ist endlich, mal mathematisch ausgedrückt. Und was endlich ist, ist irgendwann aufgebraucht. So ist es auch mit den IP-Adressen, zumindest den alten.
Ha, wenn es alte IP-Adressen gibt, dann muss es wohl auch neue geben. Korrekt! Die alten IP-Adressen (ich kürze sie mal mit IPs ab) sind in der IP-Spezifikation in Version 4 vermerkt, die neuen IPs in Version 6. So spricht man von IPv4 und IPv6. Es soll uns mal völlig egal sein, was aus IPv5 geworden ist, denn das gab’s zwar mal, ist aber ziemlich unspannend.
Tja, also gehen die IPs aus dem Vorrat von IPv4 zur Neige, aber wir haben ja noch IPv6 und diese Zahlen sind so groß, dass wir uns keine Sorgen machen müssen, dass irgendwann mal jemand keine IP mehr bekommt.
Internet2
Leider ist es aber nicht möglich, gemischt alte und neue IPs zu verwenden. Wer noch eine alte IP bekommt, sich also noch im IPv4-Netz befindet, der ist im “Internet” unterwegs. Wer hingegen mit IPv6 ins Netz geht, der befindet sich im “Internet2″. Das ist fast wie eine eigene Blase im weltumspannenden Netz. Daher haben weder die Internetzugangsanbieter, also die Provider, ein Interesse daran, das neue Internet anzubieten, weil ja die ganzen Websites im “alten” Internet liegen und die Serverbetreiber, die die Websites anbieten haben kein Interesse, weil ja die ganzen Surfer eh noch im alten Internet sind. Es ist also ein Henne-Ei-Problem.
Internet verbunden mit Internet2
Was liegt also näher, als eine Brücke zwischen den beiden Internets zu bauen… So könnte man das alte UND das neue Netz nutzen. Solche Tunnel werden heute schon oft angeboten. Auf den meisten Rechnern gibt es sogar schon das neue Netz, also IPv6. Microsoft hat mit Teredo bereits einen Tunnel bereitgestellt, der sich recht leicht einrichten lässt. Man findet im Internet (dem alten Internet
) mehr Anleitungen, um diese Tunnel auszuschalten, als diese einzurichten. Das zeigt, dass es tatsächlich leicht ist oder ggfs. sogar schon eingerichtet ist. Probe gefällig? In einer Eingabeaufforderung (ich nenne das eigentlich lieber DOS-Box) braucht man nur
ping -6 six.rowi.net
einzutippen und möglicherweise kommt von meinem nur im IPv6-Netz stehenden Rechner eine Antwort. Ich bin also schon drin, im Internet2 (hier müsste jetzt eigentlich ein dicker Tusch aus den Lautsprechern kommen).
Die Uhr tickt
Schon vor vielen Jahren, es muss so um die Jahrtausendwende gewesen sein, hatte ich mich bereits intensiv mit IPv6 auseinandergesetzt. Das neue Netz würde bald kommen, sagte man. Also bereiteten wir uns darauf vor. Naja, manchmal dauert es halt etwas länger mit dem Weltuntergang – und das ist einer, zumindest wenn man Computerfreaks fragt. Auch wenn nur einige meiner Server im Internet (wie eben six.rowi.net) direkt an IPv6 angeschlossen sind, komme ich mit dem Rest der elektronischen Freunde über Tunnel ins Internet2. Solche Tunnel bietet neben Microsoft mit Teredo auch sixxs.net an, erfreulicherweise auch diese gratis.
Eben habe ich neben meiner Gatewayadresse, also dem Eintrittstor von alt nach neu auch mein Netz erhalten. Dieses Netz kann man sich wie eine Blase vorstellen, in der ich im neuen Internet tun und lassen kann, was ich will (also routingtechnisch gesehen). Und glaubt mir, das Netz ist riesig! Das Netz, das ich nun zur freien Verfügung habe ist so groß, dass ich mehrere Milliarden(!) Mal das ganze alte Internet (wirklich alle alten IPs) darin abbilden könnte. Man ist nun geneigt zu sagen, dass das doch wohl maßlos übertrieben groß ist, das Netz, was mir gegeben wurde. Tja, das finde ich auch
. Aber keine Sorge, es bleibt noch genug für die Anderen übrig.
Wer mal ein wenig mit dem neuen Internet2 spielen möchte, kann mir ja gerne eine Mail an Rolf@RoWi.Net schicken oder hat vielleicht schon eine Sendung mit mir im Veedelsradio gehört, wo ich darüber berichtet habe.
So, ich gehe jetzt in mein neues Internet2 und richte mich ein. Ach ja: www.rowi.net ist bereits da.
Gruß
Rolf
Eine Fahrt im Panamera turbo
17. Juli 2010Es ist jetzt schon einige Wochen her, aber ich möchte es doch mal bloggen. Recht zufällig hatte ich die Gelegenheit, mal eine, nein eigentlich waren es mehrere, Fahrten in dem hier links gezeigten Porsche Panamera turbo mit rund 500 PS zu machen. Er sieht schon von außen ziemlich wuchtig aus, dagegen ist ein Porsche 997 oder gar Cayman eher ein Kleinwagen. Aber klar, mit 4 Türen muss er auch irgendwie insgesamt größer sein, sonst sähe er nicht mehr wie ein Sportwagen, sondern wie eine Familienkutsche aus. Letzteres ist er sicher nicht.
Bei 500 PS denkt man schon daran, dass der Wagen beim sanften, aber bestimmten Drücken auf’s Gaspedal mehr oder weniger unkontrolliert nach vorne schießt. Dabei wird man jedoch etwas enttäuscht. Der Panamera “weiß” schon, was Sache ist und verhält sich bei gemäßigten Geschwindigkeiten, d.h. in der Stadt, eher wie ein Golf. Sanfte Beschleunigungen sind so sehr wohldosiert möglich.
Völlig konträr dazu sieht jedoch das Innere des Geschosses aus: Ich wünschte, solch eine Einrichtung würde ich auch auf dem Pilotensitz eines Flugzeugs wiederfinden. Der Panamera setzt hier Maßstäbe, wohl auch mit dem Preis, der bei rund 140.000 Euro keine Kleinwagengeldbörse anlockt. Die Mittelarmlehne, sofern man sie noch so nennen darf, ist eher eine hohe Trennwand zum Beifahrer, vollgespickt mit Knöpfen, an denen sinngemäß etwas wie Sportmodus, Supersportmodus und Extremsportmodus zu lesen ist. Die Einstellung abseits des Modus “Standard”, was sich in etwa liest wie “Langweilig”, hat mir aber bereits gereicht. Sobald diese Rakete auf 4 Rädern ein wenig Fahrt aufgenommen hat und annimmt, sie wäre nun auf der Autobahn (in meinem Fall eine lange, gerade Landstraße) geht es ab wie ein Zäpfchen auf Rizinus-Kur. Der Druck im Rücken, verteilt durch die wirklich angenehmen und gefühlt 100-fach verstellbaren Sitze, ist schon deutlich größer als mit einem Airbus. Nun denn, er muss ja auch nur 4 Personen befördern, wobei es wohl meist bei einer bis zwei Personen bleiben wird.
Auch wenn ich eigentlich kein Freund von 4-Türern bin (ich mag einfach Coupés), das wäre schon das Auto meiner Wahl, wenn der Geldbeutel einfach mehr von dem nötigen Innendruck hätte. Zu einem Preis, das mehr als einer guten Anzahlung für ein Haus entspricht, ist die Fahrt in dem Wagen eine schöne Erfahrung gewesen, mehr wird daraus aber nicht.
Mein erster eigener Flug in einer Cessna 152
1. März 2010
Es ist sogar schon einige Monate her, gefühlt so im Agust 2009, wo ich meinen ersten Flug mit einer Cessna 152 gemacht habe. Damit meine ich, dass ich zum ersten Mal selbst ein Flugzeug gesteuert habe – vom Start bis zur Landung. Nun, ich denke, mein Fluglehrer hat hier und da sicher mal nachgeholfen, hat es mich aber nicht wirklich merken lassen. Mit dem Funk oder der Flughöhe hatte ich nicht viel zu tun, er hat gefunkt und mir gesagt, wie hoch ich gehen soll, um eine saubere Platzrunde zu fliegen. Geflogen bin ich übrigens bei einer netten Gelegenheit in Cleveland, d.h. der Flugplatz ist dort in der Nähe. Interessanterweise konnte ich durchaus einen guten Bezug zum Microsoft Flugsimulator X herstellen, den ich durchaus intensiver nutze – sofern die Zeit dafür ist. Auch ein Stall, d.h. einen Strömingsabriss habe ich sowohl mit der Cessna 152 live wie auch mit einer Cessna 172 im “Flusi” getestet. Fazit: Tut beides, aber die Grafik ist in der Realität bedeutend besser
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Das andere Ende der Welt mit eigenen Augen sehen
27. Dezember 2009Wir Jungs sind ja schon recht technikverliebt. Ein GPS-Empfaenger kann da schon fuer Stunden Spass machen. Einfach mal die Zahlen der Laengen- und Breitengrade vertauschen und schauen, wo man denn nun ist. So richtig spannend ist ja eigentlich dann die Frage: Wie weit kann ich gehen? Also ich meine jetzt wortwoertlich… Was ist die weiteste Reise auf Erden, die man machen kann? Die Erde hat rund 40000km Umfang (man moege mir die Ungenauigkeit verzeihen), also kann man offenbar rund 20000km reisen. Aber wo ist das? Das muss letlich jeder fuer seinen Standort selbst bestimmen, denn es gibt nicht DEN Punkt auf der anderen Seite der Erde, er haengt ja unmittelbar mit eigenen Standort zusammen. Gut, ich habe also den kleinen Ort Lohmar bei Koeln als Ausgangspunkt genommen.
Nun koennte ich ein laanges Loch durch die Erde bohren, aber das ist wohl umstaendlicher, als sich 13 Stunden ins Flugzeug nach Singapur zu setzen und dann nochmal ueber 9 Stunden in Richtung Neuseeland zu fliegen.
Aber halt, wo will ich denn eigentlich hin? Der genau entgegengesetzte Punkt ist 180 Grad versetzt zu beiden Achsen. Den kann man also recht leicht bestimmen, wenn man die Koodinaten von seinem Standort kennt. Wenn Du damit nichts anfangen kannst, google doch einfach mal nach Laengen- und Breitengraden. Mein Gegenpunkt auf der Erde befindet sich oestlich vom unteren Zipfel von Neuseeland. Auf gehts (hier auf der Tastatur ist der hier notwendige Apostroph nicht auffindbar).
Dummerweise befindet sich mein Gegenpunkt, also das andere Ende der Welt, im Wasser. Klar, dass es keine einfache Reise werden sollte… Also musste ich nach dem Flieger (oder eher im Plural gesprochen “den Fliegern”) nochmal umsteigen, also ab aufs Expeditionsschiff.
Die Reise geht von Auckland weiter runter (heisst: suedlich) an Christchurch vorbei und ich bin immer bewaffnet mit meinem GPS. 18400km von meiner Heimat entfernt, das ist schonmal nicht schlecht. Der Zaehler geht weiter und weiter nach oben.

Bild vom anderen Ende der Welt
Gestern Morgen um 5:30 Uhr (in Deutschland war es 17:30 Uhr, denn die Uhrzeit ist ja auch komplett verdreht) ist es dann passiert: Ich war angekommen! Das ist also das Ende der Welt! Und es sieht fantastisch aus. Da mein Ende der Welt ja im Wasser liegt, gibt es hier nicht viele Baeume usw. zu sehen, aber es war schon schoen zu wissen, dass Deutschland nun, naja, unter mir liegt. Allein dieses Gefuehl war es wert
.
Jetzt, ueber einen Tag spaeter, sitze ich hier an einem fremden Computer (offenbar mit US-Tastatur) an einer Satellitenverbindung und tippe diese Zeilen ein. Bald werde ich wieder die viele Stunden im Flieger sitzen und mir denken, dass ausser Astronauten niemand jemals eine weitere Reise (von der Entfernung gesehen) machen kann als ich. Wow. Zugleich ist das allerdings auch traurig, denn auch ich kann jetzt keine laengere Reise mehr machen. Aber wie schoen ist es doch, dass nicht allein die Entfernung zaehlt. Fuer naechstes Jahr habe ich bereits eine andere Reise geplant, die ist nicht so weit, aber sicher auch schoen.
Wenn jetzt jemand denkt: Ja wie, ist der da hingefahren, um das Wasser anzuglotzen? Nun, warum eigentlich nicht. Es gibt so viele verrueckte Dinge, die man tun kann. Und das war sicherlich nicht das letzte Mal
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Gruss
Rolf
Kickern mit den Weltmeistern!
15. November 2009
Spaß ohne Ende. Das kann ich wohl als Resumee des gerade zu Ende gehenden Wochenendes nennen. Wir haben uns die Seele aus dem Leib gekickert und nicht nur das, wir hatten darüberhinaus noch leckeres Essen, viel Spaß, eben das volle Programm: Wellnessurlaub für Männer. Aber fangen wir doch ganz vorn an.
Es begab sich vor langer langer Zeit, also sagen wir vor rund 9 Monaten, dass ich ein schönes Geburtstagsgeschenk für einen wirklich guten Kumpel suchte. Von ihm kam übrigens die Idee mit dem Paintball, das er mir seinerzeit schenkte. Nun, er hat seit wirklich langer Zeit einen Kicker bei sich im Keller, so kam mir die Idee, dass wir uns mal kickertechnisch verbessern könnten. Also suchte ich und fand: Ein komplettes Kickerwochenende mit den Weltmeistern Oktay Mann und Thierry Müller. Quasi das Beste vom Besten, so will ich das
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Wir reisten also Samstag die rund 380 km vom Raum Köln in den Stuttgarter Raum an. So gegen 9 Uhr ging es los und 12:30 Uhr waren wir da. Der Start des Events war mit 13 Uhr so human angelegt, dass eine Vorübernachtung nicht notwendig wurde. Also waren wir ganz relaxed, als wir mit unseren Taschen (die nicht nur voller Wechselklamotten, sondern auch voller Erwartungen waren) vor dem 4-Sterne-Hotel Schönbuch standen. Offenbar wurde für uns die beste Suite gebucht, ein Doppelzimmer mit zwei Zimmern, so konnte Thomas mir in der Nacht auch nicht die Decke wegzupfen – ich hatte mein eigenes Schlafzimmer. Um 13 Uhr ging es dann endlich los. Wir waren hier, um zu kickern, kickern, kickern. Und vor Allem: Spaß haben. Wir betreiben das Kickern nicht als Hochleistungssport, sind nichtmal Kneipenkickerer, aber das war überhaupt nicht schlimm. Die Seminarteilnehmer (waren es 14?) waren allesamt prima drauf, es gab nicht einen, der “komisch” war. Oktay erläuterte dann in einer “Präse”, auf was man besonders beim Kickern achten muss. Ich werde mich hüten, genau zu schreiben, was er gesagt hat, denn hiermit habe ich durchaus einige “Trickse” gelernt, wie Thomas es gern nennt. Eigentlich sind es ja gar keine Tricks, sondern “nur” sauberes Spielen. Und das brauche ich auch, um weniger krabbeln / kriechen / unter dem Tisch durchhuschen zu müssen, da ich vorhabe, nicht mehr (so oft) zu Null zu verlieren. Krabbeln muss man nämlich, wenn man kein einziges Tor schießt. Apropos krabbeln…
Das große Krabbeln
Wie man sich wohl vorstellen kann, ist es besonders reizvoll, wenn Weltmeister des Tischfußballs auch mal krabbeln müssen. Dieses Erlebnis durfte ich teilen: Ich habe den Weltmeister Thierry Müller beim Kickern krabbeln lassen! Nun, die ganze Wahrheit ist allerdings, dass ich nicht gegen, sondern mit ihm gespielt habe und damit ebenfalls den beschwerlichen Weg unter den Kicker durch genommen habe. Naja, ich weiß nun nicht genau, warum wir eigentlich verloren haben – an mir kann es kaum gelegen haben
. Was solls, ich bin noch nie unter so großem Gegröhle und Gejohle gekrabbelt wie hier. Man meinte fast, angefeuert zu werden. Na, wer den Spott hat… Im Laufe des sehr spät werdenden Abends wurde auch Oktay nicht verschont und es begab sich, dass auch er sich nochmal die extra für Thierry unter dem Kicker aufgehängte Speisekarte ansehen konnte – kaum auszudenken, wenn Oktay verhungert wäre, weil er sich diese nicht hätte ansehen können
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Und sonst?
Die gelassene Stimmung wurde gepaart mit großem Fleiß und hilfreichen Tipps durch die Weltmeister. Wir waren ja schließlich nicht zum Spaß hier
. Bälle “antucken”, schieben, ziehen, legen, schießen. Und immer dran denken: “Ah Be Ceh”. Ja, Oktay, ich kann aber nur C. Am Rest arbeite ich gerade. So nach und nach ging es aber immer besser.
Gerade, wenn ich dachte, dass ich Kaffeedurst bekommen könnte, wurde gerade Kaffee, gepaart mit einigen Leckereien gebracht. Was für ein Timing. Und als ich so langsam Hunger bekam, gab es die Ansage “In 5 Minuten gibt’s Essen!”. Ja Mami. Dabei muss ich sagen, dass im südlicheren Raum von Deutschland offenbar deutlich mehr Wert auf Essensqualität gesetzt wird. Es war einfach himmlisch lecker. Wir suchten uns vorab eines der Gerichte aus und wurden nicht enttäuscht. Das zog sich über das nächste Frühstück bis zum letzten Dinner (Reh auf, sorry “an” brauner Soße, mit Preiselbeeren und Klößen – jetzt hab ich’s wahrscheinlich nur halb so schön ausgedrückt, wie es geschmeckt hat).
Fazit
Ja, was bekommt man also für’s Geld bei Oktay und Thierry? Ein Kickerwochenende für absolute Beginner und auch für Fortgeschrittene. Und man ahnt nicht, wie sehr man sich im Niveau nach oben verschätzen kann. Selbst jemand, der wirklich nur Hobbyspieler ist und ein tolles, außergewöhnliches Wochenende haben will, findet bei Oktay und Thierry eine schöne Möglichkeit, das mal zu tun. Ich weiß garnicht genau, was mir das Wichtigste gewesen ist. Spaß stand sicherlich an vorderster Stelle, ich wollte aber auch etwas lernen. Beides habe ich wohl ziemlich gut getroffen, weder das Eine noch das Andere kamen zu kurz. Schon heute (Sonntag) beim Frühstück, das mit 9:30 Uhr prima getimed wurde, nachdem der Kicker von der Nacht noch warm war, hielten wir uns die Bäuche vor Lachen. Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass ich wohl wirklich meine Grundlagen erfolgreichen kickerns gelernt habe, nun muss ich sie nur noch üben, üben, üben – ich weiß ja jetzt, wie man es richtig macht.
Daher möchte ich allen Beteiligten meinen Dank aussprechen. Nicht nur Thierry und Oktay haben alles gegeben, auch die Teilnehmer haben sich untereinander geholfen, gelernt und viel Spaß gehabt. Vielen Dank an Euch für ein Erlebniswochenende, das ich gern mal wiederholen werde.
Fliegen, auch ohne Flugzeug!
25. Oktober 2009Was ein Knaller! Vor einigen Tagen wurde ich zu einem Event berufen. Ich bekam eine Mail von, nennen wir ihn mal Bob, obwohl er eigentlich Andreas heißt. Und schwupp war ich im Indoor Skydiving Park in Bottrop. Dort kann man in einer rund 4m breiten Röhre so tun, als ob man gerade aus einem Flugzeug oder einen Wolkenkratzer runterfällt. Für s=1/2*g*t² setzen wir hier einfach s (die Strecke) immer wieder neu und tatsächlich, es klappt. Oder einfacher ausgedrückt: Kommt der Berg nicht zum Propheten… In diesem Fall (ha, welch ein Wortwitz) fällt der Fallschirmspringer also nicht nach unten, sondern alles um ihn herum (nur mal vereinfacht) geht nach oben und zwar mit ordentlich Schmackes, also gut 200 km/h. Das, was ich also runterfallen würde, fällt die Luft nun rauf. Obengenannte Formel berücksichtigt natürlich die Luft nicht, aber es war trotzdem mal schön, damit anzugeben
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Wie geht das denn nun?
Eigentlich ist Bodyflying eine simple Sache. Man kommt also in eine Röhre, nennen wir sie mal geheimnisvoll “the chamber”, die Luft von unten (und da geht’s tief runter) pustet, so mit 200 km/h etwa. Also lässt man sich nun einfach fallen. Fairerweise mus sich sagen, dass es zwar tatsächlich 35m runtergeht, aber dennoch ein Stahlnetz am Boden ist, also alles harmlos. Nun, auf diesem Luftstrom kann man dann schweben, so als würde man tatsächlich fallschirmspringen. Das wissen auch die Fallschirmspringer und so zeigte uns Bob (s.o.) dann auch gleich mal ein paar artistische Einlagen. Saubere Sache! Ich habe es dann vorgezogen (es ist immer nur einer in der Kammer), meine Zeit dafür zu nutzen, überhaupt erstmal in der Luft zu bleiben und zudem nicht wie ein altes Kaugummi oben ausgespuckt zu werden. Das würde aber eh nur passieren, wenn der Wächter nebenan die Puste auf 270km/h erhöht hätte
. Nun, alles in allem eine tolle Sache und ein tolles Erlebnis…
Halbmarathon 4.10.2009 in 2:08:54
7. Oktober 2009
Geschafft! Nach dem 10km-Lauf von Brauweiler im August habe ich nun, zumindest vorläufig, das Ende der Fahnenstange mit dem Halbmarathon in 2 Stunden, 8 Minuten und 54 Sekunden erreicht. Mein Projekt “Sport für Rolf” ist damit beendet. Ich werde sicherlich weitermachen mit dem Laufen, da gibt es eine schöne 12km-Strecke, die man an einem sonnigen Sonntag prima laufen kann. Mehr muss aber nicht sein. Zumindest derzeit habe ich keine Ambitionen, einen ganzen Marathon zu laufen. Wahrscheinlich ist das auch nicht gut für die Gelenke und den Rest des Körpers. Mit meiner Zeit bin ich als ehemals Unsportlicher schon sehr zufrieden, wollte ich doch eigentlich nur vor dem Kehrwagen im Ziel sein, mehr nicht.
Vielen Dank an dieser Stelle nochmal meinen “Mitläufern”, insbesondere Hye-Jin, die mich etliche Kilometer auf meinem schweren Weg durch die Kölner Innenstadt begleitet hat.





